Okklusion
Okklusion – Definition
Die Okklusion beschreibt das Zusammenspiel der oberen und unteren Zahnreihen beim Zusammenbeißen. Sie umfasst den Kontakt der Zähne zueinander sowie deren funktionelles Zusammenwirken beim Kauen, Sprechen und Schlucken. Eine harmonische Okklusion sorgt dafür, dass die Kaukräfte gleichmäßig verteilt werden und Zähne, Kiefergelenke sowie Kaumuskulatur optimal zusammenarbeiten. Störungen der Okklusion können zu funktionellen Beschwerden und einer erhöhten Belastung des Kausystems führen.
Was gehört zur Okklusion?
Die Okklusion setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, die gemeinsam eine gesunde Bissfunktion ermöglichen. Im Rahmen einer kieferorthopädischen Untersuchung werden diese sorgfältig beurteilt. Zu einer harmonischen Okklusion gehören unter anderem:
passgenauer Kontakt zwischen Ober- und Unterkiefer
gleichmäßige Verteilung der Kaukräfte
harmonisches Zusammenspiel von Zähnen und Kiefergelenken
stabile Bisslage
störungsfreie Bewegungen des Unterkiefers
Wofür wird die Okklusion beurteilt?
Die Beurteilung der Okklusion dient dazu, die Funktion des Gebisses zu überprüfen und mögliche Zahn- oder Kieferfehlstellungen zu erkennen. Eine gestörte Okklusion kann unter anderem zu Kiefergelenkbeschwerden, Kaumuskelverspannungen, einer ungleichmäßigen Zahnabnutzung oder Problemen beim Kauen führen. Die Analyse der Okklusion spielt daher eine wichtige Rolle bei der Planung und Kontrolle einer kieferorthopädischen Behandlung.
Unterschied zur Bisslage
Die Begriffe Okklusion und Bisslage werden häufig im gleichen Zusammenhang verwendet, beschreiben jedoch unterschiedliche Aspekte. Die Bisslage bezeichnet die räumliche Position von Ober- und Unterkiefer zueinander. Die Okklusion beschreibt dagegen den tatsächlichen Kontakt der oberen und unteren Zähne beim Zusammenbeißen sowie deren funktionelles Zusammenspiel. Beide Faktoren sind eng miteinander verbunden und werden in der Kieferorthopädie gemeinsam beurteilt.
Beispiele für eine Okklusion
gleichmäßiger Zahnkontakt beim Zusammenbeißen
harmonische Verteilung der Kaukräfte auf alle Zähne
Überprüfung der Okklusion vor Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung
Verbesserung der Okklusion durch die Korrektur einer Zahn- oder Kieferfehlstellung